Empfehlungen

Neurodermitis

Grundlagen für eine erfolgreiche Behandlung

Konsequente Hautpflege

mutter eincremen

Unterstützung der Hautbarriere

Wenn sich die Hautoberfläche rau und trocken anfühlt oder ein Spannungsgefühl auftritt, ist dies ein deutlicher Hinweis, dass sie mehr Pflege braucht.

Cremen Sie die Haut 1- bis 2-mal täglich, bei Bedarf auch häufiger, mit rückfettenden Cremes, Lotionen oder Salben ein. Das gilt vor allem auch in Phasen, in denen es der Haut gutgeht und keine Ekzeme erkennbar sind. Dadurch können Sie die Barrierefunktion der Haut unterstützen und neue Schübe verhindern oder abmildern. Da die Hautpflege ein ganz wesentlicher Bestandteil der Therapie ist, gilt sie als Basistherapie der Neurodermitisbehandlung.

Meiden der Provokationsfaktoren

Sie sollten stets die Bedürfnisse der kranken Haut im Blick behalten und darauf achten, auf welche äußeren Einflüsse sie empfindlich reagiert. Haben Sie den Verdacht, dass eine Allergie, z. B. gegen Pollen, Nahrungsmittel oder Hausstaub, die Neurodermitis verschlechtert, dann lassen Sie dies von einem Allergologen abklären. Wenn es gelingt, die auslösenden Faktoren zu identifizieren, sollten Sie versuchen, diese zu vermeiden. Das sagt sich meist einfacher, als es ist. Am Ende der Broschüre haben wir dafür einige Tipps zusammengestellt.

Therapietreue

junge aerztin

Rücksprache mit dem Arzt

Wenn sich der Hautzustand verschlechtert oder wenn Sie zu irgendeinem Zeitpunkt der Therapie unsicher sind und Fragen haben, sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Lassen Sie sich die Behandlung erklären.

Zur Linderung eines Ekzemschubes wird der Arzt möglicherweise eine antientzündliche Therapie verordnen. Wenden Sie die Therapeutika wie mit dem Arzt besprochen an und setzen Sie die Medikamente nicht eigenmächtig ab. Wenn die Ekzeme, z. B. nach der Anwendung einer antientzündlichen Salbe, bereits abgeklungen sind, kann es dennoch wichtig sein, die Therapie nach ärztlicher Anweisung fortzuführen. So lässt sich u. U. ein Wiederaufflammen der Entzündung verhindern und ein Ekzemschub hinauszögern oder abmildern. Dieses Prinzip der kontrollierten Nachbehandlung bezeichnet man auch als proaktive Therapie.

Tipps für den Alltag mit Neurodermitis

  • Cremen Sie die Haut 2-mal täglich ein! Mit einem spielerischen Eincremeritual morgens und abends können Sie Kinder, die sich nicht gern eincremen lassen, überzeugen.
  • Beugen Sie Juckreiz und Kratzattacken vor! Kühlen Sie die Haut, z. B. mit Kühlpacks. Sorgen Sie für Ablenkung, indem Sie die Hände z. B. mit Spielzeug beschäftigen. Drücken und streicheln Sie die Haut anstatt zu kratzen. Vermeiden Sie Verletzungen und achten Sie auf kurze, saubere Fingernägel.
  • Wählen Sie die richtige Kleidung! Geeignet sind Materialien wie Baumwolle, Seide, Leinen, atmungsaktive Mikrofasern oder Viskose. Entfernen Sie Etiketten, die kratzen könnten. Bei nächtlichen Kratzattacken kann ein spezieller Neurodermitisschlafanzug mit angenähten Handschuhen und Füßlingen sinnvoll sein.
  • Beugen Sie Infektionen vor und achten Sie auf Hygiene! Cremen Sie die Haut nur mit sauberen Fingern ein und verschließen Sie Tuben und Tiegel nach jedem Gebrauch.
  • Vermeiden Sie Stress und bauen Sie Stress ab! Entspannungstraining (z. B. Yoga, autogenes Training) kann stressbedingte Krankheitsschübe verhindern.
  • Achten Sie auf ausgewogene Ernährung! Eine spezielle Neurodermitisdiät gibt es nicht. Wenn Sie glauben, dass bestimmte Nahrungsmittel mit einem Neurodermitisschub in Zusammenhang stehen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.
  • Sorgen Sie für ein gesundes Raumklima! Vermeiden Sie unbedingt Zigarettenrauch. Achten Sie darauf, dass die Räume nicht überheizt sind.

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Aktuelle Pressemeldung

Wenn Neurodermitis die Kleinsten quält

Bonn, 17.07.18 Entzündete Hautstellen und ein fast ständiger Juckreiz: Die häufigsten Symptome der Neurodermitis sind quälend und treffen ausgerechnet Babys und Kleinkinder besonders häufig. Die Hauterkrankung beeinträchtigt den Alltag betroffener Familien enorm und sollte daher so früh und so wirksam wie möglich behandelt werden. Dabei gilt es einiges zu beachten.

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