Therapie

Neurodermitis

Grundlagen für eine erfolgreiche Behandlung

Die Therapie richtet sich nach dem aktuellen Hautzustand. Aber auch das Alter des Patienten, Ort und Ausdehnung der Ekzeme sowie der gesamte Krankheitsverlauf spielen eine Rolle. Bewährt hat sich eine Therapie, die in vier Stufen aufgebaut ist.

Stufentherapie bei Neurodermitis

Stufe 1: Trockene Haut
  • Vermeidung und Verminderung von Provokationsfaktoren
  • Topische Basistherapie mit Hautpflegemitteln, die der Haut Fett und Feuchtigkeit zuführen
Stufe 2: Leichte Ekzeme
  • Erforderliche Maßnahmen der Stufe 1
  • juckreizlindernde, entzündungshemmende Wirkstoffe, milde, topische Glukokortikoide und/oder (ab dem 3. Lebensjahr) topische Calcineurininhibitoren
Stufe 3: Moderate Ekzeme
  • Erforderliche Maßnahmen der Stufen 1 und 2
  • stärker wirksame topische Glukokortikoide und/oder (ab dem 3. Lebensjahr) topische Calcineurininhibitoren
Stufe 4: Andauernde, schwer ausgeprägte Ekzeme
  • Erforderliche Maßnahmen der Stufen 1 bis 3
  • systemische immunmodulierende Therapie (Tabletten, die die Reaktionen des Immunsystems regulieren)

Auf der Grundlage von wissenschaftlichen Erkenntnissen und Praxiserfahrungen erarbeiten Mitglieder medizinischer Fachgesellschaften Therapieempfehlungen, die sogenannten Behandlungsleitlinien. In den aktuellen Leitlinien zur Behandlung von Neurodermitis werden diese vier Therapiestufen vorgeschlagen.

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Aktuelle Pressemeldung

Dem nächsten Ekzemschub zuvorkommen

Neue Broschüre „Neurodermitis - Grundlagen für eine erfolgreiche Behandlung“

Bonn, 11.01.18 Bei Neurodermitis kommt es immer wieder zu Ekzemen, die nässen, schmerzen und unerträglich jucken können. Ein moderner Behandlungsansatz, die proaktive Therapie, lässt einen antientzündlichen Wirkstoff nachhaltiger wirken und trägt so dazu bei, dass der nächste Schub länger auf sich warten lässt. Wie das im Einzelnen funktioniert und was Betroffene darüber hinaus tun können, um ihre Haut zu stabilisieren, erklärt die neue Broschüre „Neurodermitis – Grundlagen für eine erfolgreiche Behandlung“. Herausgeber ist die Deutsche Haut- und Allergiehilfe e.V.

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